DER FREIKAUF VON GRUND UND BODEN

 

Die Idee des freien Grund und Bodens geht von der Tatsache aus, dass die Erde genauso wenig, wie z. B. Luft eine käufliche Ware sein kann. Sie ist allein sich selbst gehörig und kann von den Menschen nur verantwortungsvoll genutzt werden.

 

Auf die Nichtbeachtung dieser Tatsache lassen sich ein Großteil unserer gesellschaftlichen Misstände zurückführen. So z.B. die Teuerungsspirale der Bodenpreise und mit ihr das Gebundensein des Geldes vieler Menschen, das sinnvoller in sozialen, kulturellen oder ökologischen Arbeiten angelegt wäre.

 

Unser Verein will auf dem wirtschaftsorientierten Wohnungsmarkt gezielt einen Freiraum schaffen, dessen gemeinschaftliche und verantwortungsvolle Nutzer die jeweiligen BewohnerInnen des Bahnhofes sind. So wird eine Mietpreissteigerung dauerhaft verhindert, weil der Wohnraum nicht in Privateigentum übergeht. Da der Wohnraum verantwortungsvoll genutzt und instandgehalten werden muss, zahlen wir alle eine monatliche Kostendeckungsumlage von derzeit 160,– €.

 

Ein Teil dieser Gelder wird dafür genutzt, befreundete Wohnprojekte mittels des Solidarfonds zu unterstützen, sodass diese ihre Entschuldung und somit den Freikauf ihrer Häuser schneller und frühzeitiger vollenden können. Der Solidarfonds – an dem zur Zeit drei Projekte im norddeutschen Raum beteiligt sind – hat also die Aufgabe, in einem größer werdenden Netzwerk von Wohnprojekten, solidarische Schenkungsgelder zu vermitteln.

 

Wir sind jederzeit bereit, auch neu entstehende Projekte mit Rat und Tat zu unterstützen und ihnen unsere Erfahrungen zur Verfügung zu stellen.

 

FREEHOLD OF THE LAND

 

The idea of the free land is that the earth we live on, as much as the air we breathe should not be a commodity. The earth belongs only to itself and should be used responsibly but never owned by humans. Many of the problems in modern society have been caused by people not living by this principle. Like for example the inflation of land prices and with it the fact that so much capital is tied up, when it could be invested more effectively in social, cultural or ecological work.

 

Our association strives to create an interstice (space in between) in the capitalist housing market. This avoids a constant rise in rent prices because the living space is never privately owned. As the living space needs to be used and maintained responsibly, the inhabitants currently pay a monthly contribution of 160– €.

 

Part of this money is used to support other communities through the Solidarfonds. This helps them to speed up the repayment of their debts and to buy the freehold of their land. The Solidarfonds – which currently involves three projects in northern Germany – has the objective of sharing and gifting money in a growing network of housing projects.

 

We are always interested in supporting new projects with our experience and advice.